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Westfalen ArtikelDie Nennung Westfalen (West-Falen= Westmenschen, gemeint Westsachsen) geht zurück auf den westlichen Teil des Siedlungsgebietes der Sachsen und genannt sowohl das Land Westfalen als einen Teil des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, als auch den dort lebenden Menschenschlag. In dem gegenwärtigen Westfalen leben etwa 8,5 Millionen Menschen. Westfalens Hauptstadt ist Münster, die größte Stadt ist Dortmund, gefolgt von den Städten Bochum, Bielefeld und Gelsenkirchen.
Die Sprache der Westfalen ist das Westfälisch (Platt) genannte westfälische Niedersächsisch, eine niederdeutsche Mundart (Sprache), die von ihren Sprechern auch als Plattdüütsch genannt wird.
Das Westfalenpferd ist das Wappentier Westfalens
Westfalen war seit 1180 ein ausgedehntes Herzogtum in dem Westen des vormaligen Herzogtums Sachsen. Die Nennung wurde auch auf ein Territorium in dem Sauerland übertragen, das unter unmittelbarer Herrschaft des Herzogs, des Erzbischofs von Köln, stand. Die übrigen Gebiete des Herzogtums waren kirchliche Herrschaftsgebiete und Grafenterritorien.
In Napoleonischer Zeit waren einige Gebiete Westfalens Teil eines von Frankreich abhängigen Königreichs. Das Gebiet dieses Staatsgebildes erstreckte sich vom heutigen Niedersachsen bis nach Hessen.
Von 1815 bis 1945 war Westfalen eine preußische Provinz; heute nordöstlicher Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, in etwa deckungsgleich mit den drei Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster.
Zum heutigen Westfalen gehören das Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, das Sauerland (ohne das Hessische "Upland") und große Teile des Siegerlandes (Südwestfalen) sowie der östliche Teil des Ruhrgebietes.
Historisch gehört auch das heute in Niedersachsen gelegene Osnabrücker Land sowie das Oldenburger Münsterland zu Westfalen.
Wichtige Städte sind Arnsberg, Bielefeld, Bochum, Bottrop, Dortmund, Gelsenkirchen, Gütersloh, Hagen, Herford, Herne, Iserlohn, Lippstadt, Lüdenscheid, Lünen, Minden, Münster, Paderborn, Recklinghausen, Rheine, Siegen und Soest. Westfalen hat Anteil an den Ballungsgebieten Ruhrgebiet, Siegerland und Ostwestfalen-Lippe.
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Buch-Tipp: Abitur-Prüfungsaufgaben Mathematik 2008, GK Nordrhein-Westfalen, Zentralabitur durchaus hilfreich hab bis jetzt noch nichts so viel mit dem buch gearbeitet, jedoch half mir das Buch bei meinen bisherigen Matheaufgaben perfekt weiter. sehr übersichtlich strukturiert und viele hilfreiche regeln/formeln am rande.
kleines Manko: wenn man sachen (gerade jetzt fürs abi)von vor 2 jahren wiederholt und kaum noch was davon weiß,... |
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Im 8. Jh. befanden sich wichtige Zentren der Sachsen in Westfalen. In Marklo bei Porta Westfalica wurden die zentralen Stammesversammlungen abgehalten. Die heilige Irminsul war ein bedeutende religiöse Stätte.
Entscheidende Ereignisse des 30 Jahre dauernden Sachsenkrieges der Franken Ende des 8. Jh. wurden auf westfälischem Boden ausgetragen. In den Annalen Karls des Großen wird unter anderem von der Eroberung der Syburg über der Ruhr in dem Süden des heutigen Dortmunder Stadtgebiets berichtet. 794 fand die wahrscheinlich bedeutendste Schlacht dieses grausamen Fränkischen Eroberungszuges auf dem Sindfeld bei Bad Wünnenberg in der Gegend von Paderborn statt.
Beim demonstrativen Reichstag der siegreichen Franken von 799 in dem westfälischen Paderborn fand ein Treffen von Karl dem Großen und Papst Leo III statt. Dabei wurde die römischen Kaiserkrönung für das Folgejahr vereinbart.
Es folgte die gewaltsame, systematisch durchgeführte Christianisierung Westfalens. Am alten Glauben festzuhalten galt den neuen Machthabern als Widerstand gegen die Frankenherrschaft und bedeutete die Todesstrafe für die Gläubigen. Die christliche Religion war Teil der Herrschaftsstrategie der Eroberer. Erster Bischof von Münster wurde Liudger, der dort in einer Domburg residierte. Weitere Bischofsitze wurden Minden und Paderborn. Corvey entwickelte sich zu einem der mächtigsten Klöster und wichtigem religiösem Zentrum. Mit der fränkischen Herrschaft begann die Vermittlung des antik-mediterranen Kulturerbes ("karolingische Renaissance") in Westfalen.
Politisch wurde Westfalen Teil des dem Fränkischen Reich eingegliederten Herzogtums Sachsen mit Grafenverwaltung. Die Zahl der Thinge (Gerichtstage) wurde erheblich eingeschränkt. Doch blieb ein eigens Recht in der Karolingerzeit: Lex Saxonum .
Mit dem Hellweg durchzog einer der wichtigsten Wege des Reisekaisertums der Ottonischen Zeit Westfalen in West-Ost-Richtung. Dortmund, am Hellweg gelegen, war eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen, in der die Könige und Kaiser wiederholt Ostern, als höchstes christliches Fest, verbrachten.
Buch-Tipp: Abitur-Prüfungsaufgaben Mathematik 2008, LK Nordrhein-Westfalen, Zentralabitur Eine von mehreren Möglichkeiten, durchs Abi zu kommen Das Mathe-Abitur ist für viele Schüler eine Qual, bedeutet es doch jede Menge Paukerei. Ganz ersparen kann man sich das klassische Lernen leider nicht, zumindest sorgt diese Vorbereitung auf die Prüfungsaufgaben dafür, dass man sich ein paar Seiten in den Lehrbüchern schenken kann. Es geht... |
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Nach der Entmachtung des Sachsenherzogs Heinrich der Löwe durch Barbarossa wurde die Herzogswürde in Sachsen geteilt. Herzog von Westfalen und Engern wurde der Erzbischof von Köln.
Zwar übten die Erzbischöfe die herzogliche Gewalt für ganz Westfalen aus, doch die politische Macht der einzelnen Territorien war zwischen Grafen und Bischöfen aufgeteilt. Eine besondere Entwicklung erfuhr die Grafschaft Mark, mit ihrem Territorium in Süd-Westfalen, die nach der Schlacht von Worringen 1288 zu weitgehender politischer Unabhängigkeit gelangte. Das als Herzogtum Westfalen genannte Territorium war zunächst ein relativ kleines Gebilde von Besitzungen um Werl, Rüthen und Brilon vom Hellweg entlang der Möhne, sowie Winterberg und Attendorn in dem Sauerland. Sie gelangten seit 1102 in den unmittelbaren Besitz der Kölnischen Erzbischöfe und waren zu dem großen Teil 1180 aus Besitzungen Heinrichs des Löwen übertragen worden.
Seit Mitte des 13. Jh. bildeten sich in Westfalen Städtebünde heraus. Mit Dortmund und Soest befanden sich, nach Köln, in Westfalen die beiden größten Städte des Hochmittelalters auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik. Dortmund entwickelte sich zur (einzigen) Reichsstadt in Westfalen. Sein Großes Turm-Siegel des 13. Jh. verkündete stolz: Sigillum Tremonie Civitatis Westfalie.
Beiden Städten, Soest wie Dortmund, kam eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Stadtrechten zu. Dortmund war darüber hinaus Vorort für alle Westfälischen Städte in dem Hanseverbund.
Buch-Tipp: Jugendsünden. Regional-Krimi aus Lippe stets wieder lesenswert Wieder ein typischer Reitemeier/Tewes Krimi und wieder sehr lesens- und empfelenswert. Auch wenn man nicht aus der Region stammt bleibt doch genug zu dem Lachen, denn es handelt sich nicht um ein Insider-Buch, welches man ca. als Ostwestfale lesen kann.
Die Figuren bleiben liebenswert, auch wenn mir persönlich Axel und Maren... |
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In der zweiten Hälfte des 14. Jh. bildete das Herzogtum Westfalen ein vollständig geschlossenes Territorium. Der Ankauf der Grafschaft Arnsberg 1368 fügte die bis dahin getrennten nördlichen und südlichen Besitzungen der Erzbischöfe in dem Sauerland zusammen. Arnsberg entwickelte sich zu dem Hauptort des Herrschaftsgebietes.
Dortmund konnte sich Ende des 14. Jahrhunderts in der Großen Dortmunder Fehde gegen kriegerische Angriffe der benachbarten Grafschaft Mark und des Erzbistums Köln durchsetzen. Die Souveränität als Reichsstadt konnte verteidigt werden. Ende des 15. Jh. löste sich Soest, ebenfalls in Fehde, vom Erzbistum Köln. Zeitgleich gewann innerhalb der Hanse die Stadt Münster an Bedeutung.
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Frühe Neuzeit und Glaubenskriege |
Buch-Tipp: Lippe BILDER-Buch Lippe Einfach ein wunderschönes Buch über eine wunderschöne Gegend. Alles in ausgewogenem Verhältnis von Text und Bild. Blättern, schauen, lesen und einfach träumen /genießen. Es macht Lust auf die Erkundung dieser Gegend. |
Reformation in den Städten | |
Bereits 1525 fasste die Reformation in Dortmund Fuß. Bald folgte Soest. Protestantische Bildethik fand hier ihren Ausdruck in den Kupferstichen Heinrich Aldegrevers.
Buch-Tipp: Purer Neid. Kriminal-Roman aus Lippe Spur in die Vergangenheit Mysteriöse Morde in Detmold und Paderborn, dubiose Tyen, dubiose Machenschaften, Verstrickungen und Seilschaften.
Was so ernst klingt, ist ein hochgradig unterhaltsamer und ein, mehr als ca. stellenweise, witziger Krimi aus dem Ostwestfälischen.
Die Charaktäre sind einzigartig und werden glaubhaft geschildert. Dabei... |
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Eine eigenartige Entwicklung nahm Münster mit der Herrschaft der Wiedertäufer (= Gegner der Kindertaufe). Diese radikal-reformatorische religiöse Bewegung hatte in den Niederlanden eine breite Anhängerschaft gefunden. Von dort erreichte sie 1534 Münster, das sich bereits zwei Jahre zuvor der lutherischen Reformation geöffnet hatte. Die Wiedertäufer erlangten solche Macht, dass schließlich der Bischof von Münster sowie alle Andersdenkenden vertrieben wurden und eine straffe Theokratie ("neues Jerusalem") errichtet wurde. Erst nach Ablauf eines ganzen Jahres der Belagerung gelang den Truppen des Bischofs und seiner Verbündeten die Rückeroberung der Stadt nach Verrat. Es folgten grausige Hinrichtungen der Anführer der Täuferbewegung um Jan van Leyden. In der Folge war der Katholizismus in dem Bistum Münster gefestigt.
Auch in anderen Städten Westfalens waren Wiedertäufer aktiv. Doch begnügte man sich in dem allgemeinen mit deren Vertreibung, wenn sie nach politischer Macht strebten. In Dortmund wurde 1538 der Wiedertäufer Peter von Rulsem hingerichtet
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folgt
Buch-Tipp: Strandgut. Regionalkrimi Spannende und humorvolle Unterhaltung Die langersehnte Fortsetzung einer ganzen Reihe Tewes/Reitemeier Bücher. Liebevolle Weiterentwicklung der Hauptcharaktere vom ersten Buch Fürstliches Alibi" bis Strandgut", trotzdem für Neueinsteiger eine in sich abgeschlossene Handlung der Geschichte. Mit viel Humor und Fantasie ist eine spannende Geschichte... |
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Siehe: Westfälischer Friede
Buch-Tipp: Wegweiser für Kapitalanlagen 2008 36 Kurzaufsätze zu Kapitalanlagen Das Buch "Wegweiser für Kapitalanlagen" bearbeitet in mehreren Kurzaufsätzen das Thema Kapitalanlagen /-märkte. Die Aufsätze sind, neben einigen Gastschreibern, überwiegend von Hans A. Bernecker und seinen Söhnen verfaßt. Sie bieten sowohl für den Börsenneuling als auch für den erfahrenen Kapitalmarktanleger... |
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Die Provinz Westfalen wurde 1815 gebildet, Provinzhauptstadt wurde Münster (Westfalen). Sie umfasste in dem Wesentlichen die bereits vor 1800 zu Preußen gehörigen Gebietsteile Minden, Grafschaft Mark, Ravensberg und Tecklenburg sowie die nach 1803 an Preußen gelangten Fürstbistümer Münster und Paderborn und einige kleinere Herrschaften, darunter Nassau-Siegen und Limburg/Lenne. Vor 1815 waren Großteile dieses Gebiets Bestandteil des von Napoleon 1808 gebildeten Königreichs Westfalen (Hauptstadt Kassel), das bis in das heutige Sachsen-Anhalt reichte.
Die Provinz Westfalen bestand aus einem nahezu geschlossenen Gebiet und war verwaltungsmäßig in die Regierungsbezirke Arnsberg, Minden und Münster gegliedert. 1816 (Essen geht an die Rheinprovinz über) und 1851 und auch während der Weimarer Republik wurden die Grenzen der Provinz kleinfügig verändert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Provinz Westfalen mit dem Land Lippe und dem nördlichen Teil der Rheinprovinz zu dem Land Nordrhein-Westfalen vereinigt und der Sitz des Regierungsbezirks Minden nach Detmold verlegt. Die beiden anderen Regierungsbezirke wurden unverändert beibehalten. Bei der Kreisreform der 1970er Jahre wurden die Grenzen erneut verändert.
Inzwischen wurde/ wird diskutiert, die westfälischen Teile des Ruhrgebietes von den Regierungsbezirken Arnsberg und Münster zu trennen und in einem eigenen Regionalverband mit dem rheinischen Teil des Ruhrgebietes in einer neuen Städtelandschaft zu vereinen. Weiter wurde/ wird diskutiert, die Regierungsbezirke Münster und Detmold zu einem weiteren Regionalverband zu verbinden. Der Hauptverwaltungsstandort dieses neuen Regionalverbandes soll aber aus guten Gründen Münster werden und nicht, wie anfangs angedacht, Bielefeld oder eine andere Stadt.
Detmold gehörte ursprünglich nicht zur preußischen Provinz Westfalen, sondern zu dem Fürstentum Lippe, welches nach 1945 aufgelöst wurde. Die lippische Rose findet man darum noch in dem Wappenfuß von NRW.
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Verwaltungsgliederung der Provinz Westfalen (Stand: 1946) | |
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Verwaltungsgliederung des Landes Lippe | |
(Nach der Auflösung des Landes Lippe 1946 mit dem Regierungsbezirk Minden zu dem Regierungsbezirk Detmold vereinigt)
(Heute noch existierende Kreise / Stadtkreise sind fett dargestellt)
Stadtkreise:
- Stadtkreis Bad Salzuflen (bis 1934; danach Kreis Lemgo )
- Stadt Barntrup (bis 1932; danach Kreis Lemgo )
- Stadt Blomberg (bis 1932; danach Kreis Detmold )
- Stadtkreis Detmold (bis 1934; danach Kreis Detmold )
- Stadt Horn (bis 1932; danach Kreis Detmold )
- Stadtkreis Lemgo (bis 1934; danach Kreis Lemgo )
- Stadt Lage (bis 1932; danach Kreis Lemgo )
- Stadt Schötmar (bis 1932; danach Stadtteil von Bad Salzuflen, Kreis Lemgo )
- Stadt Schwalenberg (bis 1932; danach Kreis Detmold )
Landkreise:
Diese vier Amtsbezirke wurden 1932 mit den kleineren Städten zu Landkreisen vereinigt.
- Amtsbezirk Blomberg (bis 1932)
- Amtsbezirk Brake (bis 1932)
- Amtsbezirk Detmold (bis 1932)
- Amtsbezirk Schötmar (bis 1932)
- Landkreis Lemgo (1932-1975; jetzt Kreis Lippe)
- Landkreis Detmold (1932-1975; jetzt Kreis Lippe und Kreis Paderborn)
1975 wurden durch die Kommunalreform alle ehemaligen Amtsbezirke und Städte des Landes Lippe in dem Kreis Lippe zusammengefasst.
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Eine Westfälische Symbolfigur ist der Kiepenkerl, ausgestattet mit weitem, blauem Hemd, rotem Halstuch, Holzschuhen und seiner Kiepe, einem Tragkorb. Mit ihrer Kiepe auf dem Rücken zogen früher Krämer über Land und boten auf den Höfen wie in den Städten ihre Waren an. In Münster hat man dem Kiepenkerl ein Denkmal aufgestellt.
Ebenfalls symbolbeladen sind das Westfalenlied und das Westfalenpferd .
Westfalen wird mal Norddeutschland und mal Westdeutschland zugeordnet.
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